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Online-Video-Sprechstunde (OVS)

Was ist eine Online-Video-Sprechstunde?

Mit der Online-Video-Sprechstunde (OVS) können Arzt und Patient per Video mit einander sprechen. Der Arzt kann sich z. B. den Hautausschlag des Patienten zeigen lassen, eine Befundbesprechung abhalten oder mit chronisch Kranken eine Therapie besprechen - dies alles ohne den Patienten in die Praxis einzubestellen.

Die PraxisApp mit Online-Video-Sprechstunde

Die OVS ist Teil des Angebotes der PraxisApp und kann von jedem Arzt zusätzlich zur PraxisApp gebucht werden. Der Arzt entscheidet ob und wie lange er dem Patienten die OVS anbietet. Über die PraxisApp-Verwaltung kann dann mit wenigen Klicks die OVS mit dem Patienten abgehalten werden. 

Wie funktioniert die Online-Video-Sprechstunde über die PraxisApp?

  • Sie müssen keine zusätzliche Software auf Ihrem Praxis-Computer installieren. Ihr Computer, Labtop oder Smartphone muss lediglich über Kamera und Mikrofon verfügen
  • der Patient muss die PraxisApp auf seinem Smartphone installiert haben und sich bei seinem Arzt angemeldet haben
  • der Arzt schaltet den Patienten in der PraxisApp-Verwaltung für die OVS frei - erst dann hat der Patient die Möglichkeit sich in den"Warteraum" der OVS zu begeben
  • der Arzt vereinbart mit dem Patienten einen Termin für die OVS. Über die PraxisApp-Verwaltung erhält der Patient eine Terminerinnerung für die vereinbarte OVS
  • zum vereinbarten Termin startet der Arzt über die PraxisApp-Verwaltung (die auch auf mobilen Endgeräten wie Tablets oder Smartphones zu bedienen ist) die OVS mit dem Patienten

Technische Vorraussetzungen für die Online-Video-Sprechstunde

Die OVS wird über die PraxisApp-Verwaltung gestartet. Folgende Browser sind dabei Voraussetzung: Chrome ab Version 5.6, Firefox ab Version 5.2, Safari ab Version 11. Vergewissern Sie sich, dass ihr Browser Zugriff auf Kamera und Mikrofon hat. Um eine einwandfreie Videoübertragung für die OVS gewährleisten zu können, sollte Ihr DSL-Anschluss über mindestens 1 MBit/s Upload-Bandbreite für das Senden des Videos und 1 MBit/s Download-Bandbreite für das Empfangen des Videos verfügen. Da eine Videoübertragung relativ viel Datenvolumen verbraucht, ist es am besten, wenn der Patient und Sie sich in einem WLAN befinden.

Datensicherheit

Die Übertragung der OVS erfolgt per Peer-to-Peer-Verbindung zwischen Arzt und Patient und wird auf keinem Server gespeichert. Alle Daten werden verschlüsselt übertragen und unterliegen unseren hohen Ansprüchen an den Datenschutz. Unsere Server stehen in zertifizierten Rechenzentren in Deutschland.

Vergütung der Online-Video-Sprechstunde

Seit April 2017 gibt es zwei neue Gebührenziffern, um die Videosprechstunde in der Praxis abrechnen zu können. Die Indikationen und Arztgruppen für eine Vergütung im Rahmen der Regelversorgung sind eingegrenzt. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Ärzte, die Ihren Patienten eine Videosprechstunde anbieten wollen, müssen sich dabei laut Vereinbarung eines Videodienstanbieters bedienen. Dieser Anbieter muss über eine entsprechende Zertifizierung bezüglich IT-Sicherheit und Datenschutz verfügen.

Aufgrund der Rechtsunsicherheit bezüglich der geforderten Zertifizierung und Gütesiegeln für die OVS-Dienstleister, ist es aktuell unklar, ob die Kassenärztlichen Vereinigungen die OVS im Rahmen der Regelversorgung (EBM) vergüten können.

Wir sind als Videodienstleister mit den entsprechenden Stellen in Kontakt und werden Sie, sobald diese Rechtsunsicherheit geklärt ist, informieren.

Sie können die OVS im Moment als Serviceleistung oder Selbstzahlerleistung Ihren Patienten anbieten.

Zur Förderung von Videosprechstunden erhalten Ärzte bis zu 800 Euro jährlich. Die Mittel dienen vor allem zur Deckung der Kosten, die durch die Nutzung  eines Videodienstanbieters  anfallen.  Außerdem  gibt  es  eine  neue  Gebührenordnungsposition (GOP) für Kontakte, die nur per Video stattfinden

GOP 01450: Technik- und Förderzuschlag
4,21 € (Bewertung: 40 Punkte), je Arzt-Patienten-Kontakt für bis zu 50 Videosprechstunden im Quartal.
Die GOP 01450 wird als Zuschlag zur Versichertenpauschale, zu den meisten Grundpauschalen, zu den Konsiliarpauschalen des Kapitels 25, zur schmerztherapeutischen Pauschale (GOP 30700) und zur neuen GOP 01439 gezahlt (s.„Konsultation“).

GOP 01439: Konsultation
9,27 € (Bewertung: 88  Punkte)  einmal im Behandlungsfall/ auf diese GOP wird auch der Technikzuschlag für die  Videosprechstunde (GOP 01450) gezahlt.
Videosprechstunden können eine persönliche Vorstellung in der Praxis ersetzen. Die Konsultation ist von daher Inhalt der Versicherten- beziehungsweise Grundpauschale und somit nicht gesondert berechnungsfähig. Für Fälle, bei denen der Patient im Quartal nicht die Praxis aufsucht und folglich keine der  Pauschalen fällig wird, gibt es mit der neuen GOP 01439 eine analoge Regelung zum telefonischen Kontakt.

Eine  Voraussetzung für die Abrechnung ist, dass der Patient in den vorangegangenen  zwei  Quartalen  mindestens einmal in der Praxis persönlich vorstellig geworden ist und die Verlaufskontrolle durch dieselbe Praxis erfolgt wie die Erstbegutachtung. Außerdem wurde für eine Reihe von Gebührenordnungspositionen, die mindestens drei persönliche Arzt-Patienten-Kontakte im Behandlungsfall voraussetzen, vereinbart, dass einer dieser Kontakte auch in einer Videosprechstunde stattfinden kann.

Dies  gilt  für  folgende  GOP: 02310,  07310, 07311, 07330, 07340, 10330, 18310, 18311, 18330, 18340.

Quelle: www.kbv.de/media/sp/Praxisinformation_Videosprechstunde.pdf